THCB: Definition, Entdeckung, Forschung und rechtlicher Status
Wir haben es letzte Woche erwähnt, als wir Ihnen THCH vorstellten, nun folgt eine weitere Neuentdeckung in der weiten Welt der Cannabinoide: Tetrahydrocannabutol oder THCB.
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Ist sie natürlich? Was sind seine potenziellen Wirkungen und Vorteile? Wie haben Forscher ihn entdeckt? Wie immer sagen wir Ihnen alles, was Sie über den P'tit nouveau wissen müssen!
THCB: Was ist das?
Tetrahydrocannabutol ist ein natürliches sekundäres Cannabinoid, genau wie THCH, THCP und CBDP. Ebenso wie diese wurde auch THCB im Jahr 2019 in Italien in derselben Sorte entdeckt: der FM2.
THCB wurde in der Pflanze nur in Spuren nachgewiesen. Es liegt in verschwindend geringen Mengen vor, die deutlich unter 0,1 % liegen. Dies hat zwei Konsequenzen: Zum einen wird diese Verbindung zu den sekundären Cannabinoiden gezählt, zum anderen ist es unmöglich, die Verbindung für die kommerzielle Produktion direkt aus der Pflanze zu extrahieren.
Dieser letzte Punkt führt folglich dazu, dass THCB als halbsynthetisches Cannabinoid eingestuft werden kann, da es zwar in der Natur vorkommt, aber zwangsläufig das Ergebnis einer Synthese ist.
Wie wird THCB hergestellt?
THCB wird im Labor durch Synthese hergestellt. Es entsteht durch einen chemischen Vorgang, der als Terpenisierung bezeichnet wird. Bei diesem Vorgang wird ein Terpen mithilfe eines chemischen Vorläufers einer chemischen Reaktion unterzogen. Vereinfacht gesagt verbinden sich die im Terpen enthaltenen Moleküle mit denen des Reagenzes, wodurch Tetrahydrocannabutol entsteht.
Kurz gesagt und ganz vereinfacht ausgedrückt ist es in etwa so, als würden sich Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O) durch eine chemische Reaktion zu H₂O verbinden: zu Wasser.
Unterschied zwischen THCB und THC
Um die Einzigartigkeit dieser neuen Verbindung besser zu erfassen, ist es notwendig, sie mit einer bekannten Verbindung zu vergleichen: THC.
THCB hat eine Butyl-Seitenkette, daher auch der Name Tetrahydrocannabutol, im Gegensatz zu THC, das eine Pentyl-Seitenkette aufweist. Das bedeutet, dass die Seitenkette des Moleküls nicht die gleiche Anzahl an Kohlenstoffatomen aufweist. Man sagt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, daher hier eine Veranschaulichung:

Diese Butylkette unterscheidet THCB von THC, was unterschiedliche Wirkungen zur Folge hat, die sich durch eine unterschiedliche Wirkung auf die Endocannabinoid-Rezeptoren erklären lassen.
Potenzielle medizinische Anwendungen von THC-B
Da sich die Studien derzeit noch in einem frühen Stadium befinden (1), wurden die Wirkungen von THCB bislang nur an Mäusen getestet. An diesen Mäusen zeigte THCB folgende Eigenschaften:
- Entzündungshemmend,
- Analgetika (Schmerzmittel)
- Antikonvulsiva
Wie Sie sich jedoch vorstellen können, müssen diese Eigenschaften beim Menschen noch nachgewiesen werden. Dennoch lassen die festgestellten Ähnlichkeiten vermuten, dass es ähnlich wie andere Moleküle seiner Familie wirkt; seine Eigenschaften und potenziellen medizinischen Anwendungsmöglichkeiten scheinen daher im Wesentlichen dieselben zu sein.
Ist THC-b legal?
Diese Substanz war eine Zeit lang legal, aus dem einfachen Grund, dass sie nicht verboten war. Die Gesundheitsbehörden, die für die Beurteilung der mit ihrem Konsum verbundenen Risiken zuständig sind, haben beschlossen , die Substanz zum 3. Juni 2024 zu verbieten.
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Quellen:
1. Linciano P, Citti C, Luongo L, Belardo C, Maione S, Vandelli MA, Forni F, Gigli G, Laganà A, Montone CM, Cannazza G. Isolierung eines Cannabinoids mit hoher Affinität zum menschlichen CB1-Rezeptor aus einer medizinischenCannabis-sativa-Sorte:Δ9-Tetrahydrocannabutol, das Butyl-Homolog vonΔ9-Tetrahydrocannabinol. J Nat Prod. 24. Jan. 2020;83(1):88-98. doi: 10.1021/acs.jnatprod.9b00876. Epub 31. Dez. 2019. PMID: 31891265.